Jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen. Das merkt man auch schnell, wenn man Smart Home Geräte aus unterschiedlichen Herkunften im Einsatz hat und sich plötzlich nur noch von der einen App zur anderen hin und her rangeln muss. Besonders für fortgeschrittene Nutzer ist eine Smart Home Plattform sinnvoll auf der man alles unter eine Haube bringen kann.

Es gibt hier unterschiedliche Anbieter die euch Plattformen bereitstellen, bei denen ihr eure ganzen Smart Home Geräte von verschiedenen Herstellern hinzufügen könnt und dann eine Übersicht und Steuerungsmöglichkeit habt. Ein Beispiel ist hier Conrad Connect, – Conrad bietet eine wirklich umfangreiche und schöne Plattform an, auf der ihr eine Vielzahl an smarten Gerätschaften von einem zentralen Ort aus steuern könnt. Über ein Dashboard könnt ihr alle Schalter und Messgeräte visuell ansprechend anordnen und euch den Status der Geräte oder Temperaturen sogar mit Historie darstellen lassen. So lässt sich dann auch einfach ein altes Tablet als Schaltzentrale an der Wand umfunktionieren.

Wer lieber mehr Kontrolle über Einstellungen, Design und Funktionen haben möchte und auch eine größere Anzahl an unterstützten Herstellern, der sollte sich seine Smart Home Plattform am besten selbst einrichten. Mit bestehenden Software Systemen und einem Raspberry Pi ist das problemlos möglich. Hier stehen einem dann viel mehr Türen für die Individualisierung offen und außerdem bleiben die Daten im Haus und werden nicht an eine fremde Cloud gesendet. In einen sauren Apfel müssen Anfänger jedoch hier beißen – die Installation, Einrichtung und das Kennenlernen der Systeme braucht am Anfang sehr viel Zeit bis man mit der Materie vertraut ist.

Ein paar Beispiele für Smart Home Plattformen habe ich hier mal aufgelistet.
Für den Einstieg benötigt ihr einen Raspberry Pi mit allem nötigen Zubehör wie Netzteil, microSD-Karte und evtl. Gehäuse. Ein fertig zusammengestelltes Starter Kit gibt es hier (Amazon Link), ansonsten habe ich die Einzelteile hier unten aufgelistet.

ProduktPreis [€]
Raspberry Pi 3B / 3B+34
Netzteil 5V 3A10
microSD-Karte 16GB7
Gehäuse6,50

Am besten probiert man jedes System einfach mal aus und schaut wie man damit zurecht kommt.

Home Assistant

Ich habe mich nach dem Ausprobieren der 4 Plattformen für Home Assistant entschieden. Besonders mit HassIO – einem speziell entwickelten Image für Home Assistant – ist die Einrichtung schnell, einfach und Anwenderfreundlich. Wer möchte kann aber auch das Image für Hassbian wählen, welches auf Raspbian basiert bzw. es auf einem bestehendendem Raspbian System installieren. Seit der 90er Version hat sich nochmal einiges bezüglich der Benuzterfreundlichkeit getan und man kann den Großteil über die Weboberfläche einrichten und konfigurieren. Das Dashboard lässt sich einfach und optisch ansprechend gestalten und auf allen Endgeräten problemlos nutzen.

ioBroker
Auch ioBroker bietet viele Möglichkeiten und eine große Unterstützung an Geräten an. Auch hier muss man sich als Einsteiger ein wenig einarbeiten und die Einrichtung dauert am Anfang Zeit. Nach Home Assistant gehört es für mich zu einem der interesserantesten Systemen mit großem Spielraum.

OpenHab
OpenHab wird gefühlt eher selten genannt und genutzt –
Ich habe es bisher nur kurz angeschaut. Da es zu dem damaligen Zeitpunkt aber einige Hersteller nicht unterstützt hatte, die ich einbinden wollte, kam es für mich nicht in Frage. Inzwischen hat sich hier aber einiges getan und das System macht auf mich einen wirklich ausgereiften Eindruck. Es ist also definitiv mal einen Blick wert.

FHEM
FHEM würde ich eher für erfahrene Anwender empfehlen, jedoch hat mich die Software in vielen Bereichen nicht überzeugt. Abgesehen davon, dass die Oberfläche einfach nicht schön und nicht besonders übersichtlich aussieht für meinen Geschmack, braucht es viel Zeit bis man sich zurecht gefunden hat.

Quellen:

https://conradconnect.de/de
https://community-openhab-org.s3-eu-central-1.amazonaws.com/original/2X/7/7d388a86c95471f89b1bb911d96d7609a3e3a059.svg
http://www.userlogos.org/files/logos/ndscham/fhem-logo2.png
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