Unterschied zwischen SMD 3528 und SMD 5050 LED Stripes

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Da man bei LED Streifen schnell mal den Überblick verlieren kann und es einige unterschiedliche Typen gibt, möchte ich hier kurz mal den Unterschied zwischen den 2 häufigst vorkommenden LED Streifen erklären – SMD 3528 und SMD 5050.

(Bei den beiden genannten Typen lässt sich immer nur ein Farbwert pro LED Strang ansteuern. Möchte man wie beim Ambilight jede einzelne LED anders ansteuern, benötigt jede LED einen eigenen Controller Chip wie zB. bei den WS2801. )

SMD 3528:

Die LED Streifen vom Typ SMD 3528 besitzen pro Farbe eine eigene LED. Also wenn ihr einen RGBW Streifen habt, dann gibt es eine Rote,Grüne, Blaue und extra Weiße LED. Schaltet ihr eine Farbe ein wie die Grundfarbe Rot, dann leuchten nur die Roten LEDs und alle anderen zwischendrin sind aus. 

Vorteile:

  • geringerer Stromverbrauch pro Meter
  • schmäler wie die SMD 5050 Streifen
  • in den meisten Fällen auch günstiger 

Nachteile:

  • Große Lücken zwischen den jeweiligen gleichfarbigen LEDs und somit keine hohe Auflösung bei einfarbigem Betrieb
  • schlechte Darstellung von Mischfarben und Weiß, da die einzelnen LEDs zu weit auseinander sind. 

 

SMD 5050:

Bei diesen LED Streifen kann eine LED die 3 Grundfarben RGB darstellen und bei den RGBW – Streifen sogar noch extra Weiß. Zum Teil haben die RGBW Streifen aber auch je eine RGB LED und eine Weiß-LED. Möchte man nun Weiß darstellen bei einem SMD 5050 RGB Streifen, werden alle Farben angeschaltet. Sie haben dann die 3 fache Leuchtkraft wie die einzelnen LEDs, verbrauchen jedoch auch das dreifache an Energie. Aus diesem Grund hat man bei RGB bzw. RGBW SMD 5050 LED Streifen den 3 bzw. 4 fachen Verbrauch pro Meter, als bei SMD 3528 Streifen. 

 

Vorteile:

  • Viel bessere Darstellung von Mischfarben und Weiß
  • Bei Mischfarben/Weiß heller, da eine LED aus 3 R/G/B LEDs aufgebaut ist. -> 3fache Helligkeit bei Weiß
  • höhere Auflösung, da bei Grundfarben jede SMD LED leuchtet und nicht wie bei den SMD 3528 immer noch 2 andere RGB LEDs dazwischen liegen. 

Nachteil:

  • höherer Stromverbrauch pro Meter
  • etwas breitere Bauform
  • im Normalfall ein bisschen teurer wie SMD 3528

 

Welche man jetzt benötigt hängt natürlich von dem gewollten Einsatzgebiet ab. Empfehlen kann ich jedoch für die meisten Fälle die SMD5050. Hier lassen sich Farbübergänge viel sauberer darstellen und auch Weiß kommt sehr gut rüber. Bei SMD 3528 liegen die LEDs zu weit auseinander um sauber Mischfarben und Weiß darzustellen. Sie eignen sich dann eher für bunte Deko/Weihnachtsbeleuchtung. 

Wer die LED Streifen hauptsächlich zur Wohnbeleuchtung benutzen möchte, dem empfehle ich pure Weiß/Warmweiß Streifen oder RGBWW, also RGB Stripes mit einer extra Warmweiß LED. Zwar lässt sich mir reinen RGB Stripes auch ein Weiß darstellen, dieses ist als gemütliches Wohnlicht jedoch nicht bestens geeignet und immer recht kalt. Man kann hier natürlich eher in den Orangenen Bereich gehen, jedoch kommt dies nie wie ein richtiges Warmweiß rüber. 

 

Stromverbrauch Beispiel Rechnung: [ für 60 LEDs/Meter und weißem Licht/alle LEDs auf voller Helligkeit]

Eine SMD LED verbraucht bei maximaler Leuchtkraft 0,08 Watt. Da SMD 5050 LEDs aus 3 LEDs aufgebaut sind, verbrauchen diese pro LED 0,24 Watt. 

Bei SMD 3528 Stripes sind das dann:  0,08 W * 60 = 4,8 Watt pro Meter. 

Bei SMD 5050 Stripes : 0,24 W * 60 = 14,4 Watt pro Meter

 

 

Weitere Informationen auf die man achten sollte vor dem Kauf!

  1. Vor dem Kauf eines LED Streifen solltet ihr außerdem noch auf die Spannung achten. Hier sind 12 Volt und 24 Volt üblich. Je nachdem braucht ihr natürlich das passende Netzteil. 
  2. Ebenfalls wichtig ist die Anzahl der LEDs pro Meter. Hier gibt es hauptsächlich die Auswahl zwischen 30 LEDs/Meter und 60 LEDs/Meter. Natürlich kosten die 60er Stripes mehr und verbrauchen auch doppelt soviel Strom.
  3. IP- Zertifizierung: LED Stripes werden in einer Wasserdichten und einer nicht-Wasserdichten Variante angeboten. IP20 entspricht hier „Nicht Wasserdicht“ und IP65 entspricht „Wasserdicht“. Die IP65 Varianten sind komplett mit Kunststoff überzogen und eignen sich so auch mehr oder weniger für den Outdoor Betrieb, sind aber auch ein paar Euro teurer. Falls man die LED Streifen nur im Haus benutzen will, reichen die IP20 vollkommen aus. 
  4. Analog oder Digital Stripes – Es gibt sowohl LED Stripes, die über einen Digital Pin angesteuert werden aber auch analoge Stripes. Hier hat jeder Farbkanal einen eigenen Pin, also insgesamt 4 Pins für RGB und V++ ( 12V bzw. 24V). Je nach Einsatzgebiet eignen sich hier die einen oder anderen mehr. Fast alle Bluetooth oder Wifi Controller, wie der Magic Home Controller (habe ich in einem anderen Beitrag vorgestellt) , besitzen Analog-Ausgänge. Diese eignen sich für die meisten Basteleien auch mehr und lassen sich einfacher ansteuern. Möchte man nur die normale IR/RF Fernbedienung nutzen, die in den Sets beiliegen, dann spielt die Auswahl keine Rolle.

 

Man sollte sich hier also nicht von günstigen Angeboten auf Amazon und Co beirren lassen. Die günstigen LED Stripes sind dann häufig nur mit 30 LEDs/Meter bestückt und haben eine IP20 Zertifizierung. 

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