[Test] Moniko Powerbank 25.000 mit Solarzelle

Kategorien Produkttest

Die Powerbank habe ich für den Einsatz von größeren Reisen gekauft oder wenn man mal länger im Park ist und viele Geräte mit Strom versorgen muss 😉  Mit 25.000 mAh verspricht sie eine hohe Kapazität, die zum Aufladen von einigen Geräten mehr als ausreichend sein sollte. Besonderheit ist hier noch eine Solarzelle zum Aufladen der Powerbank. Ob sie hält was sie verspricht, erfahrt ihr in meinem Test.


# Verarbeitung und optischer Eindruck:
Natürlich ist das Gerät nichts für die Hosentasche. Wer es aber im Rucksack immer mit dabei haben will, dafür ist es von der Größe und dem Gewicht kein Problem. Besonders für die hohe Kapazität finde ich die Größe sogar ganz gut. Das Gehäuse ist aus Metall. Als Ladeanschlüsse hat man einen normalen Mikro USB Port und einen neueren Typ C Anschluss. Ladeausgänge gibt es 2 Stück, einmal mit 1A und einen mit 2 A Ausgangsstromstärke. Den Powerbank Kapazitätszustand kann man in 20% Schritten ablesen und hat somit eine gute Abschätzung wieviel man noch laden kann.
Jetzt zu dem Einsatz und den ersten leider hauptsächlich eher etwas negativen Fakten..
# Der Ladestrom:
Laut Angaben soll die Powerbank mit 1A bzw. 2A laden. Dies habe ich mit verschiedenen Apps wie zB. Ampere nachgemessen. Sowohl auf dem Samsung Galaxy S6, Honor 7, Huawei P8 lite als auch dem Tablet Galaxy Tab S 10.5. Egal wie bin ich bei dem 1A Anschluss nie über 500 mAh Ladestrom gekommen und bei dem 2A Anschluss nie über 900 mAh, was bei beiden Fällen nur die Hälfte ist wie versprochen. Jetzt kann man sich vorstellen, dass dementsprechend langsam die Aufladezeit der Geräte ist. Gerade bei meinem Tablet hat eine Komplettladung ewig gedauert. Wenn man dann noch anspruchsvollere Anwendungen neben dem Laden gemacht hat wie Videos schauen oder Spielen ging der Akkustand sogar trotz Powerbank runter.

# Aufladen der Powerbank – Besonderheit Solarzelle:
Das Aufladen der Powerbank über ein normales Ladegerät lässt sich immer ohne Probleme über Nacht erledigen. Die Idee von der Solarzelle fand ich eigentlich ganz gut, weil man so die Fläche noch nutzen kann und zum Beispiel im Park die Powerbank nebenbei in der Sonne noch ein wenig laden kann. Auch wenn schon vermutet, dass die Solarzelle hier nicht so viel Strom liefert war ich dann noch ein bisschen enttäuscht. Habe die Powerbank 5 Stunden lang in die Sonne gelegt und die Akkuanzeige ist nicht mal einen 20% Schritt hochgegangen. Ist also eher Spielerei.
# Leistung und Kapazität – wieviel Power steckt dahinter?
Komplett vollgeladen habe ich nun getestet, wieviel Geräte man mit der Powerbank denn voll aufladen kann bis sie in die Knie geht. Folgendes Ergebnis: Voll geladen wurden mein Tab S 10.5 mit 7900 mAh Akku, Honor 7 mit 3100 mAh Akku, Huawei P8 lite mit 2200 mAh Akku, Bluetooth Lautsprecher mit 6600 mAh Batterie. Hier kam die Powerbank dann schon an seine Grenzen und war eigentlich nach der Hälfte des Aufladens vom Lautsprecher leer. Insgesamt haben wir also Akkus mit ca. 17.000 mAh voll aufladen können, was natürlich auf keinen Fall schlecht ist. Verglichen mit meinen bisher Powerbank konnte ich auch immer nur ca. 70-80% der angegebenen Kapazität damit rausholen. Meine alte 5000 mAh Bank hat gereicht um mein Honor 7 einmal komplett von 0 auf 100 zu laden.

Bei einem 2. Kompletten Entladungszyklus wollte ich mein Galaxy Tab S (7900 mAh Akku) und das Ipad Air ( 8827 mAh) meiner Freundin aufladen. Das Aufladen dauert wirklich eine Ewigkeit! Wer also schnell mal sein Akku aufladen will, wird in kurzer Zeit nicht so weit kommen. Es hat sich auch angefühlt als würde die Powerbank sich hier ziemlich abrackern. Mittendrin ging sie beim Ipad mehrmals aus und ich musste nochmal den Anschalter drücken. Man konnte gerade so beide Tablets aufladen, wir haben es aber nebenbei laden lassen und es hat für beide Tablets so gut wie den ganzen Tag gebraucht!

Fazit und Langzeitergebnis:

Anfangs hatte die Moniko Powerbank einen guten Eindruck gemacht. In den ersten Tagen ist mir doch aufgefallen, dass sie regelmäßig sich abschaltet, sodass man sie immer wieder anschalten muss damit sie weiter lädt. Die hat sich jetzt mit der Zeit verschlimmert und die Powerbank schaltet sich alle 3-5% Aufladung aus. Zudem ist die Aufladegeschwindigkeit sehr langsam. Allein das Aufladen eines Handys dauert viele Stunden, trotz angeblichen 2A Anschluss. Nach meinen Tests beträgt der Ladestrom aber ja nur etwa die Hälfte..

Ich dachte zuerst, dass ich ein defektes Modell erhalten habe. Bei einem Freunde der die gleiche Powerbank hatte sind dann aber die gleichen Probleme aufgetreten. Der Verkäufer hat mir dann auch noch einen Ersatz zugesendet, welcher aber ebenfalls die Probleme mit der langsamen Ladung und dem andauernden Ausschalten gehabt hat.

Ingesamt sieht die Powerbank also gut aus, ist jedoch qualitativ nicht zu empfehlen! Man sollte also darauf achten qualitative Produkte zu kaufen bei Powerbanks, da der Markt mit China Müll überfüllt ist.

+ vergleichsweise hohe Kapazität
+ solides Metallgehäuse
+ Preislich für die Kapazität in Ordnung
– Solarzelle zwar gute Idee aber eher Spielerei, da sie nur einen sehr geringen Ladestrom bietet
-Ladestrom der Ausgangsport bei meinen Messungen nur 50% wie angegeben also 500 bzw maximal 1000 mAh statt 1A bzw. 2A. Ladungen dauern somit recht lange.
– Sehr lange Aufladezeit der Powerbank selbst.
– Leider letztendlich im Durchschnitt doch nur ca. 15-17.000 mAh „nutzbare“ Ladekapazität bei mir gewesen. Mit jeder Powerbank ist nur mit ca. 70% der angegebenen Kapazität zu rechnen, trotzdem habe ich hier das Gefühl, dass die 25.000 mAh nicht so ganz stimmen.

-häufiges und grundloses Ausschalten der Powerbank, sodass man alle 5-10 Minuten wieder draufschauen und sie erneut anschalten muss. Das ist nicht Sinn der Sache..

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