[Test] Brennenstuhl Funkschalt-Set RCS 1000 N Comfort

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Ich habe mir die Funksteckdosen nach einigen Empfehlungen im Internet für die Verwendung mit dem Raspberry Pi und Home Assistant gekauft. Da sie über DIP Schalter verfügen, kann man hier einfach einen Code vergeben und die Steckdosen “vergessen” die Konfiguration auch nicht, wenn sie mal länger vom Strom getrennt sind.

Da sie unter die Bestseller bei Amazon fallen und oft Fragen zu Funksteckdosen auftauchen, habe ich die Brennenstuhl RCS 1000 N mal getestet.

DIP Schalter

 

Verwendung mit dem Raspberry Pi ( Smart Home):

Eins vorweg: Die Funksteckdosen funktionieren einwandfrei mit Pilight und Co. Ich selbst verwende die Smart Home Software “Home Assistant” um die Funksteckdosen anzusteuern, die übrigens sehr zu empfehlen ist. Auch hier funktioniert alles einwandfrei und die Steckdosen lassen sich zuverlässig ansteuern. Ich habe jedoch im Nachhinein gemerkt, dass dies ebenfalls mit meinen alten Arendo Funksteckdosen machbar ist. Habe hierzu einen 433 Mhz Sender und Empfänger an den Pi gehängt und mit einem Python Script die Codes der Fernbedienung empfangen können. Hat man diese, kann man sie einfach selbst über den Pi senden und somit alle Steckdosen fernsteuern.

 

Reichweite:

Die Reichweite ist vollkommen ausreichend und funktioniert in unserer ganzen Wohnung. Durch 2 Wände ist es kein Problem, wenn 3 Wände dazwischen sind funktioniert es mit der Original Fernbedienung nicht mehr. Hat man einen Sender über den Raspberry, hängt es hier von dem Modell ab. Ich empfehle hier aber auf jeden Fall eine Antenne anzubringen, womit ich meine Reichweite nochmal mehr als verdoppeln konnte. So reicht es durch unsere ganze Wohnung.

 

Der Stromverbrauch:

Ja hier ist mein großer Kritikpunkt. Ich habe extra lange nach sparsamen Funksteckdosen gesucht. Laut Hersteller und Verkäufer sollen die Brennenstuhl RCS 1000 N im Standby ca. 0,6 Watt verbrauchen und im Betrieb  0,5 Watt. Leider trifft dies bei meinen überhaupt nicht zu. Ich habe jede Funksteckdose durchgemessen und komme im Standby bei jeder auf 1,3-1,4 Watt! Und im Betrieb auf 1,4-1,5 Watt ( siehe Bilder ). Finde dies ziemlich viel und mein Fernseher verbrauch selbst nur im Standby 1,3 Watt. Möchte man nur kleine und einfache Geräte damit schalten, die nur einen sehr geringen Standby Verbrauch haben, wird es hier auf Dauer ziemlich teuer. Als Beispiel für einen Kilowatt Preis von 25 cent kommt man auf 3,06€ pro Jahr und pro Steckdose!

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit:

An sich machen die Funksteckdosen einen guten Eindruck und sind vom Preis auch recht günstig. Sie lassen sich wie nur wenige mit einem DIP Schalter konfigurieren, was für einige Anwendungen ganz nützlich ist. Die Schaltung hat bei mir bisher immer sehr zuverlässig geklappt und die Reichweite ist soweit auch in Ordnung. Der Stromverbrauch verdirbt einem hier aber leider die Freude und mit 1,4 Watt Standby Stromverbrauch der Steckdosen verbrauchen sie fast mehr wie jedes normale Gerät.

2 Gedanken zu „[Test] Brennenstuhl Funkschalt-Set RCS 1000 N Comfort

    1. Ja die angegebenen Verbrauchswerte der Hersteller (wenn sie denn überhaupt angegeben sind) bei Standby und Betrieb sind leider aus Erfahrung in 60-70% der Fälle nicht zutreffend.
      Habe hier schon einige Überraschungen erlebt, deswegen mess ich den Verbrauch gerne mal nach.
      Die Brennenstuhl Steckdosen liegen seitdem auch in der Schublade bei mir..war leider ein Fehlkauf in dieser Hinsicht. Werden aber auf vielen Seiten empfohlen – funktionieren tun sie aber einwandfrei, keine Frage.

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