[Howto] PC sicher einrichten

Kategorien Anleitungen, Sicherheit

IT Sicherheit und Datenschutz sind gerade im heutigen Zeitalter sehr wichtige Punkte, die gerade bei Privat Nutzern oft vernachlässigt werden. Viele machen sich hier einfach keine Gedanken darüber oder denken, dass mit der Installation eines AntiViren Programms bereits das Wichtigste getan ist.

Gerade vor kurzem gab es durch die Ransomware Wannecry einen weltweiten Cyber Angriff. Ist man Opfer einer solchen Malware dann kann man sich von seinen Daten meistens verabschieden. Das kann ohne Backup natürlich sehr ärgerlich sein. Aber auch andere Gefahren lauern überall. So wird es mit dem Thema Datenschutz oft nicht mehr so ernst genommen. Das merkt man mit Windows 10, welches von Grund auf ein riesiges Paket an Schnüffel Funktionen mit sich bringt.

Ich möchte hier daher eine kleine Anleitung machen wie man Schritt für Schritt seinen PC sicherer machen kann und somit gegen die größten Gefahren geschützt ist.

Grundvoraussetzungen:

Für ein sicheres System gibt es einige Grundvoraussetzungen.

  • Windows und Software immer auf dem aktuellen Stand halten
    • automatische Updates von Windows aktivieren
    • Updates von Programmen immer installieren. Besonders Java und Flash Player sind häufig eine große Angriffsfläche für Malware.
    • Router Firmware auf dem neusten Stand halten. Bei der Fritzbox ist diese Funktion unter System – Firmware Update zu finden.
  • Backups anlegen! – Es sind immer mehr Verschlüsselungstrojaner ( Ransomware ) im Umlauf, die die komplette Festplatte verschlüsseln und die Daten somit nicht mehr zugänglich machen. Hier ist der beste Weg sich gegen Schaden zu schützen, regelmäßig Backups auf externen Speichermedien anzulegen.
  • Aktivieren einer Firewall – die Windows Firewall ist meistens ausreichend.
  • Installation eines AntiViren Programmes

AntiViren Programm aber welches?

Kostenlose AntiViren Programme sind natürlich besser wie nichts, sind in den Erkennungsraten und Funktionen aber stark beschränkt. Oftmals fehlt ihnen die Funktion der Verhaltenserkennung von Anwendungen. Somit erkennen sie auch unbekannte Viren anhand ihres Verhalten und Funktion. Gerade wenn es um die Sicherheit geht, sollte man hier nicht sparen. Oft gibt es auch Testaktionen von Herstellern, sodass man die Software mehrere Monate umsonst ausprobieren kann. Der Windows eigene Defender reicht für einen sicheren Schutz leider nicht aus. Meine Empfehlungen: Kaspersky oder BitDefender. 

Die AntiViren Programme der beiden Hersteller haben in den letzten Jahren in Tests immer auf den ersten Plätzen abgeschnitten und sind sowohl von der Performance als auch Erkennungsrate nach eigenen Tests sehr gut. Man hat viele Einstellungsmöglichkeiten und das Interface ist bei beiden übersichtlich gestaltet. Besonders BitDefender bietet immer mal wieder Aktionen an, bei denen man die Software 3,6 oder sogar 12 Monate kostenlos testen kann. Ich werde dies in meinem Blog immer erwähnen, was so eine Aktion wieder startet.

Trotzdem gilt: Einen 100% Schutz bieten auch AntiViren Programme nicht! Neue Viren werden oft noch nicht von den Scannern erkannt. Somit hilft es nur, seinen Kopf einzuschalten und nur von sicheren Quellen Anwendungen laden.

Rechte des Benutzer Kontos beschränken:

Standard gemäß wird in Windows ein Administrator Konto eingerichtet. Benutzt man dieses Konto zum Surfen und anderen Internet Anwendungen, hat Schadsoftware bei einer Infizierung ebenfalls die vollen Rechte und kann somit alles machen was sie will. Es empfiehlt sich hier also ein extra Konto mit beschränkten Rechten anzulegen für den Internet Einsatz.

Ein neues Benutzerkonto legt ihr unter Windows 10 so an:

Systemsteuerung ( aufrufbar unter Windows Taste + X ) – Benutzerkonten – Andere Konten verwalten – Neuen Benutzer in den PC  – Einstellungen hinzufügen

Hier könnt ihr euch nun entweder mit einem anderen Microsoft Konto einloggen oder ein lokales Konto erstellen. Wählt bei Kontoart “Standard”.

Windows 10 Nutzer aufgepasst!  Windows als Datenkrake:

Mit Windows 10 hat Windows seine Datensammelgier im Gegensatz zu den früheren Versionen stark ausgebreitet. Wer hier Wert auf Privatsphäre legt sollte dem sofort einen Riegel vorschieben. Standardgemäß sammelt Windows 10 hier fleißig an Daten. Dies merkt man anhand eines Netzwerkmitschnittes an ettlichen Verbindung die zu Windows nach Hause telefonieren. Leider lässt es sich hier nicht sagen, was alles übertragen wird aber man sollte es versuchen so weit wie möglich einzudämmen. Dies geht recht einfach mit diversen Tools wie zB. O&O ShutUp10  , welches auch ziemlich Benutzerfreundlich aufgebaut ist. Ich rate zu den empfohlenen Einstellungen des Programmes für Nutzer die sich nicht all zu gut auskennen. Wichtig! Nach großen Updates können einige Einstellungen von Windows wieder rückgängig gemacht worden sein. Daher empfiehlt es sich das Programme immer mal wieder auszuführen.

 

Softwareumfang auf das Wesentliche beschränken und Alternativ Programme nutzen:

Man sollte sich Gedanken machen, welche Software man wirklich brauch und was man überhaupt auf seinem PC gerade installiert. Viele Programme besitzen einige Sicherheitslücken, die später dann ausgenutzt werden können um Zugriff auf den PC zu gelangen. Auch wird häufig Adware mitinstalliert, welche Toolbars im Browser installiert oder zusätzlich Werbung einblendet. Um diese zu entfernen kann das Programm AdwCleaner genutzt werden. Kurz gesagt, man sollte seinen PC nicht mit zuviel unnötigen Programmen zu müllen, da dies auch die Sicherheit beeinträchtigen kann.

Bei den meisten Programmen lohnt sich aus verschiedenen Gründen auf Alternativen auszuweichen. So sind die Platzhirsche wie Adobe Acrobat Reader nicht die Ressourcensparendsten und bieten eine große Angriffsfläche für Malware. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Malware eine Sicherheitslücke aus Alternativ PDF Readern wie zB. dem PDF-XChange Viewer ausnutzt ist eher gering.

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